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Cloud-Wissen für Geschäftsführer

Muss die gesamte IT auf einmal in die Cloud?

Warum ein schrittweiser Wechsel sinnvoll sein kann – und weshalb nicht jede Anwendung in die Cloud gehört.

Ein Unternehmen beschäftigt sich mit der Frage, ob die vorhandenen Server künftig durch eine Cloud-Lösung ersetzt werden sollen.

Die Geschäftsführung sieht mögliche Vorteile.

Gleichzeitig entstehen Bedenken.

Was passiert mit den bestehenden Anwendungen?

Müssen alle Mitarbeiter gleichzeitig umgestellt werden?

Und was ist, wenn sich während des Projekts herausstellt, dass eine bestimmte Software in der Cloud nicht wie erwartet funktioniert?

Hinter diesen Fragen steht häufig eine Annahme:

Wenn wir uns für Cloud entscheiden, müssen wir unsere gesamte IT auf einmal umziehen.

Doch das ist nicht zwangsläufig der Fall.

Eine Cloud-Migration kann einzelne Anwendungen betreffen, in mehreren Schritten erfolgen oder zu einer dauerhaften Kombination aus eigenen Servern und Cloud-Diensten führen.

Entscheidend ist, welche Vorgehensweise zur vorhandenen IT und zu den Anforderungen des Unternehmens passt.

Cloud ist keine Alles-oder-nichts-Entscheidung

In vielen Unternehmen ist die IT über Jahre gewachsen.

Unterschiedliche Anwendungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Ein Teil der Systeme wird täglich von fast allen Mitarbeitern genutzt.

Andere Anwendungen sind nur für einzelne Abteilungen wichtig.

Manche Programme benötigen besondere technische Voraussetzungen.

Und bestimmte Dienste werden möglicherweise bereits aus der Cloud bezogen, ohne dass das Unternehmen seine eigenen Server verändert hat.

Deshalb muss eine Cloud-Entscheidung nicht die gesamte IT betreffen.

Vielleicht soll zunächst nur eine Geschäftsanwendung verlagert werden.

Vielleicht geht es um einen einzelnen Server, dessen Hardware ersetzt werden müsste.

Oder es sollen langfristig mehrere Systeme in eine neue Umgebung überführt werden.

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob das Unternehmen vollständig in die Cloud wechselt. Entscheidend ist, welche Systeme künftig wo am sinnvollsten betrieben werden.

Warum kann ein schrittweiser Wechsel sinnvoll sein?

Ein schrittweises Vorgehen kann Veränderungen überschaubarer machen.

Anstatt mehrere Anwendungen gleichzeitig umzustellen, wird zunächst ein klar abgegrenzter Bereich betrachtet.

Das ermöglicht es, Erfahrungen mit der neuen Umgebung zu sammeln.

Mitarbeiter können sich an veränderte Zugangswege gewöhnen.

Technische Abläufe lassen sich im laufenden Betrieb überprüfen.

Und mögliche Schwierigkeiten betreffen zunächst nur einen begrenzten Teil der IT.

Außerdem können Investitionen und Projektaufwände zeitlich verteilt werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass eine schrittweise Migration automatisch günstiger oder risikoärmer ist.

Wenn Anwendungen eng miteinander verbunden sind, kann ein längerer Parallelbetrieb zusätzliche Komplexität und Kosten verursachen.

Ein schrittweiser Wechsel ist dann sinnvoll, wenn die einzelnen Schritte technisch und wirtschaftlich sauber voneinander abgegrenzt werden können.

Welche Systeme eignen sich für einen ersten Schritt?

Das hängt von der vorhandenen IT-Umgebung ab.

Eine Anwendung kann ein geeigneter Ausgangspunkt sein, wenn sie weitgehend unabhängig von anderen Systemen arbeitet.

Auch ein Server, dessen Hardware ohnehin erneuert werden müsste, kann Anlass für eine gezielte Prüfung sein.

Entscheidend sind unter anderem die Anforderungen der Anwendung, ihre Verbindungen zu anderen Systemen und die Unterstützung durch den Softwarehersteller.

Ein erster Schritt sollte deshalb nicht allein danach ausgewählt werden, welcher Server am ältesten ist.

Ebenso wenig sollte automatisch die kleinste Anwendung verlagert werden.

Ein guter erster Migrationsschritt verbindet einen nachvollziehbaren betrieblichen Nutzen mit einem beherrschbaren technischen Aufwand.

Welche Anwendungen sollten besser zusammenbleiben?

Nicht alle Systeme lassen sich sinnvoll voneinander trennen.

Eine Geschäftsanwendung kann beispielsweise auf eine Datenbank angewiesen sein, mit der sie ständig Informationen austauscht.

Werden Anwendung und Datenbank an unterschiedlichen Standorten betrieben, können zusätzliche Anforderungen an die Verbindung entstehen.

Je nach Software kann sich das auf die Arbeitsgeschwindigkeit oder die Zuverlässigkeit auswirken.

Auch Schnittstellen zu anderen Anwendungen müssen berücksichtigt werden.

Deshalb kann es sinnvoll sein, mehrere technisch eng verbundene Systeme gemeinsam zu verlagern.

In anderen Fällen müssen bestimmte Komponenten bewusst am bisherigen Standort verbleiben.

Eine Migration sollte sich an den tatsächlichen Abhängigkeiten der Anwendungen orientieren – nicht ausschließlich an der Anzahl der vorhandenen Server.

Was passiert mit den Systemen, die zunächst im Unternehmen bleiben?

Diese Systeme können weiter betrieben werden.

Allerdings muss geprüft werden, ob und wie sie mit den bereits verlagerten Anwendungen zusammenarbeiten.

Möglicherweise werden sichere Verbindungen zwischen dem Unternehmensstandort und der Cloud-Umgebung benötigt.

Auch die Verwaltung von Benutzern, Berechtigungen und Datensicherungen muss auf die neue Situation abgestimmt werden.

Dabei entsteht eine IT-Umgebung, in der eigene Infrastruktur und Cloud-Dienste gemeinsam genutzt werden.

Diese Betriebsform wird häufig als hybride IT bezeichnet.

Sie kann eine vorübergehende Lösung während der Migration sein.

Sie kann aber auch dauerhaft sinnvoll bleiben.

Eine hybride IT ist nicht automatisch eine unfertige Cloud-Migration. Sie kann das Ergebnis einer bewussten unternehmerischen Entscheidung sein.

[Hybride IT]

Bedeutet ein schrittweiser Wechsel automatisch weniger Risiko?

Nicht unbedingt.

Ein kleinerer Migrationsschritt kann leichter zu überblicken sein.

Allerdings entstehen durch den parallelen Betrieb verschiedener Umgebungen möglicherweise zusätzliche Abhängigkeiten.

Daten müssen gegebenenfalls zwischen Standorten übertragen werden.

Verbindungen müssen abgesichert werden.

Und die Zuständigkeiten für unterschiedliche Systeme müssen klar geregelt sein.

Auch die laufenden Kosten können vorübergehend steigen, wenn alte und neue Infrastruktur gleichzeitig benötigt werden.

Deshalb sollte ein schrittweiser Wechsel nicht nur unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass weniger Systeme gleichzeitig umziehen.

Entscheidend ist, ob die gewählte Reihenfolge die Gesamtumstellung tatsächlich vereinfacht oder lediglich zusätzlichen Aufwand erzeugt.

Können wir erst Erfahrungen sammeln und später entscheiden?

In vielen Fällen ist das möglich.

Ein Unternehmen kann zunächst prüfen, wie sich eine geeignete Anwendung in einer Cloud-Umgebung betreiben lässt.

Dabei lassen sich beispielsweise die Erreichbarkeit, die Zusammenarbeit der Mitarbeiter und die laufenden Betriebsabläufe beurteilen.

Anschließend kann entschieden werden, ob weitere Systeme folgen sollen.

Allerdings sollte ein solcher erster Schritt nicht ohne langfristige Überlegungen erfolgen.

Denn eine Umgebung, die ausschließlich für einen kurzfristigen Test eingerichtet wurde, ist nicht zwangsläufig die beste Grundlage für den späteren Produktivbetrieb.

Auch Lizenzbedingungen, Datenübertragung und mögliche Rückwechsel müssen berücksichtigt werden.

Erfahrungen zu sammeln ist sinnvoll. Noch besser ist es, den ersten Schritt so zu planen, dass er zu einer möglichen langfristigen IT-Strategie passt.

Ein Beispiel: Drei Server, drei unterschiedliche Entscheidungen

Stellen wir uns ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitern vor.

Im Unternehmen werden drei Server betrieben.

Auf dem ersten läuft eine zentrale Geschäftsanwendung mit ihrer Datenbank.

Der zweite stellt gemeinsam genutzte Dateien bereit.

Der dritte betreibt eine ältere Spezialanwendung, die nur von wenigen Mitarbeitern benötigt wird.

Die Geschäftsführung möchte wissen, ob künftig auf eigene Server verzichtet werden kann.

Bei der Prüfung zeigt sich, dass die zentrale Geschäftsanwendung grundsätzlich für eine geeignete Cloud-Umgebung infrage kommt.

Die gemeinsam genutzten Dateien werden gesondert betrachtet, weil das Unternehmen bereits Microsoft 365 einsetzt.

Bei der Spezialanwendung bestehen dagegen technische Einschränkungen, die zunächst mit dem Hersteller geklärt werden müssen.

Das Ergebnis könnte deshalb so aussehen:

Die Geschäftsanwendung könnte in eine geeignete Cloud-Umgebung verlagert werden.

Für die Dateien wird geprüft, ob vorhandene Dienste sinnvoll genutzt werden können.

Die Spezialanwendung könnte vorerst auf eigener Infrastruktur verbleiben.

Damit entsteht keine vollständige Cloud-Umstellung.

Trotzdem kann das Unternehmen bereits einen Teil seiner bisherigen Serverlandschaft verändern.

Das Beispiel zeigt, warum eine individuelle Betrachtung häufig sinnvoller ist als die pauschale Entscheidung, sämtliche Server gleichzeitig abzulösen.

Dieses Beispiel dient der Veranschaulichung und beschreibt kein konkretes Kundenprojekt.

Was bedeutet ein schrittweiser Wechsel für die Kosten?

Während einer Migration können zeitweise Kosten für zwei Umgebungen entstehen.

Die bisherigen Server werden möglicherweise weiterhin benötigt.

Gleichzeitig fallen bereits Kosten für die neue Cloud-Infrastruktur an.

Hinzu kommen gegebenenfalls Aufwände für die Migration, zusätzliche Verbindungen oder Anpassungen von Anwendungen.

Ein schrittweiser Wechsel kann Investitionen zeitlich verteilen.

Er kann aber auch dazu führen, dass bestehende Kosten länger bestehen bleiben.

Deshalb sollte vorab betrachtet werden, welche Kosten während der Übergangsphase entstehen und wann vorhandene Systeme tatsächlich außer Betrieb genommen werden können.

Ein schrittweiser Wechsel ist nicht automatisch wirtschaftlicher. Seine Kosten müssen über den gesamten Übergangszeitraum betrachtet werden.

[Cloud oder Server: Kosten im direkten Vergleich]

Müssen eigene Server irgendwann vollständig verschwinden?

Nein.

Es gibt keinen grundsätzlichen Zwang, sämtliche eigenen Server durch Cloud-Dienste zu ersetzen.

Manche Unternehmen haben Anwendungen, die sich auf eigener Infrastruktur sinnvoller betreiben lassen.

Andere benötigen bestimmte Systeme am Unternehmensstandort.

Auch wirtschaftliche Überlegungen können dafür sprechen, vorhandene Infrastruktur weiterhin zu nutzen.

Deshalb kann eine Kombination aus eigenen Servern und Cloud-Diensten langfristig die passende Lösung sein.

Wichtig ist, dass diese Kombination bewusst geplant und zuverlässig betreut wird.

Die beste IT-Umgebung ist nicht zwangsläufig diejenige mit den wenigsten eigenen Servern. Es ist diejenige, die die betrieblichen Anforderungen angemessen erfüllt.

Welche Reihenfolge ist bei einer Migration sinnvoll?

Eine allgemeingültige Reihenfolge gibt es nicht.

Für die Planung sollten zunächst die vorhandenen Anwendungen und ihre Abhängigkeiten betrachtet werden.

Anschließend lässt sich bewerten, welche Systeme für eine Verlagerung geeignet sind.

Dabei spielen auch anstehende Hardwareerneuerungen, Lizenzfragen und die Bedeutung der jeweiligen Anwendungen für den Geschäftsbetrieb eine Rolle.

Aus diesen Informationen kann ein sinnvoller Migrationsplan entstehen.

Dieser muss nicht zwangsläufig die vollständige Verlagerung aller Systeme vorsehen.

Eine gute Reihenfolge ergibt sich aus den technischen Abhängigkeiten und den unternehmerischen Prioritäten – nicht aus einem starren Standardplan.

Wie unterstützt novotec bei einem schrittweisen Wechsel?

Wir von novotec betrachten zunächst die vorhandene IT-Umgebung und die Anforderungen Ihres Unternehmens.

Dabei prüfen wir, welche Anwendungen zusammengehören und welche Systeme unabhängig voneinander verändert werden können.

Anschließend können wir bewerten, ob eine vollständige Migration, ein schrittweiser Wechsel oder eine dauerhaft hybride Lösung sinnvoll ist.

Für geeignete Cloud-Infrastruktur setzen wir auf Terra Cloud der WORTMANN-Gruppe.

Gleichzeitig berücksichtigen wir, welche Systeme besser im Unternehmen verbleiben sollten.

Dabei geht es auch um die Kosten und den Aufwand während einer möglichen Übergangsphase.

Unser Ziel ist nicht, sämtliche Server Ihres Unternehmens in die Cloud zu verlagern. Unser Ziel ist, die IT so aufzustellen, dass sie zu Ihren betrieblichen Anforderungen passt.

Welche Teile Ihrer IT sollten künftig in die Cloud?

Vielleicht möchten Sie zunächst eine einzelne Anwendung verlagern.

Vielleicht stehen mehrere Server vor einer Erneuerung.

Oder Sie überlegen, eigene Infrastruktur und Cloud-Dienste langfristig miteinander zu kombinieren.

Dann lohnt sich eine strukturierte Betrachtung Ihrer bestehenden Systeme.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

[Wie läuft eine Cloud-Migration ab?]

[Können wir während des Cloud-Umzugs weiterarbeiten?]

[Was passiert mit unseren alten Servern?]

[Hybride IT]

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